Datenschutzerklärung
Stand: 2026-10-27
Verantwortlicher im Sinne der DSGVO: Balane GmbH · Balanstraße 84 · 81541 München · Deutschland Handelsregister: HRB 301320, Amtsgericht München · USt-IdNr.: DE455102718 Vertreten durch den Geschäftsführer Jonas David Höttler support@balane.tech
Balane Dialog ist das Programm von Balane Office für Unterhaltungen im Team, für macOS, iOS, iPadOS, Android und Windows. Es kommt ohne Server und ohne Konto aus: Die Geräte der Teilnehmer tauschen Räume und Nachrichten direkt aus, Ende-zu-Ende verschlüsselt. Weil das ein Netz braucht, beschreibt diese Erklärung genau, wer dabei was sieht. Einen Dienst des Anbieters nutzt die App nur für Mitteilungen auf iPhone, iPad und Android, und nur, wenn du sie einschaltest (Abschnitt 6).
1. Identität und Geräte
Deine Identität ist ein Schlüssel, den die App auf dem Gerät erzeugt; er liegt im sicheren Speicher des Betriebssystems. Den Namen, den du bei der Einrichtung angibst, sehen die Mitglieder deiner Räume zusammen mit einer Kurzkennung deines Geräts. Weitere eigene Geräte koppelst du mit einem Code. Es gibt kein Konto, keine Telefonnummer und keine E-Mail-Adresse.
2. Räume und Nachrichten
Jede Nachricht ist mit Olm und Megolm Ende-zu-Ende verschlüsselt und vom Absender signiert. Lesen können sie nur die Geräte der Mitglieder. Auf jedem Gerät liegt der Verlauf in einer verschlüsselten Ablage im Anwendungsordner, deren Schlüssel im sicheren Speicher des Betriebssystems steht.
- Wer eine Einladung (als Text oder QR-Code) einfügt, stellt eine Anfrage; der Admin des Raums nimmt auf oder lehnt ab. Neue Mitglieder sehen den bisherigen Verlauf nur, wenn der Raum das vorsieht.
- Mitglieder sehen, wer online ist, und Empfangs- und Lesebestätigungen.
- Nimmst du eine eigene Nachricht zurück, wird ihr Text auf den Geräten der Mitglieder gelöscht, sobald sie den Stand erhalten.
- Dateien gehen verschlüsselt in Teilen an die Geräte der Mitglieder.
- Eine Sicherung schreibt die App verschlüsselt an einen Ort, den du wählst; öffnen lässt sie sich nur mit dem Wiederherstellungsschlüssel, den die App dir dafür anzeigt.
Für die Inhalte, die Mitglieder in einem Raum teilen, ist der Anbieter nicht verantwortlich; er hat keinen Zugriff darauf.
3. Netzwerk: wer was sieht
Solange die App läuft, ist das Gerät über das quelloffene Netzwerk Iroh erreichbar.
- Geräte finden sich über die öffentliche Mainline-DHT, ein verteiltes Verzeichnis, an dem viele unabhängige Rechner teilnehmen. Dort veröffentlicht die App die Kennung des Geräts und die Adresse seines Relays, nicht seine IP-Adresse. Die Knoten der DHT, mit denen das Gerät spricht, sehen seine IP-Adresse.
- Geräte verbinden sich nach Möglichkeit direkt; dabei sehen die Geräte der Mitglieder gegenseitig ihre IP-Adressen. Im selben Netzwerk geht das auch lokal, dafür fragt iOS nach dem Zugriff auf das lokale Netzwerk und macOS gegebenenfalls nach eingehenden Verbindungen.
- Klappt keine direkte Verbindung, vermitteln Relay-Server die verschlüsselten Daten: standardmäßig die öffentlichen Relays von n0, dem Entwickler von Iroh, oder nur eigene Relays, wenn du die öffentlichen in den Einstellungen abschaltest.
- Relays und DHT-Knoten sehen IP-Adressen und Zeitpunkte von Verbindungen, nie Inhalte.
- Die Einladung gibst du selbst weiter, auf einem Weg deiner Wahl; was der dafür genutzte Dienst verarbeitet, richtet sich nach dessen Bedingungen.
4. Anker (optional)
Ein Team kann ein Gerät, das ständig läuft, als Anker einrichten. Er hält Räume verschlüsselt vor und reicht sie weiter, wenn sonst niemand online ist. Der Anker kann die Inhalte nicht lesen. Betrieben wird er von deinem Team, nicht vom Anbieter.
5. Übersetzung (optional)
Übersetzt wird nur, wenn du einen eigenen DeepL-Schlüssel hinterlegst; er liegt im sicheren Speicher des Betriebssystems. Dann geht der Text der Nachrichten, die du übersetzen lässt, samt geschützter Begriffe aus dem Glossar direkt von deinem Gerät an DeepL (DeepL SE, Deutschland). Es gelten die Bedingungen deines Vertrags mit DeepL; bei kostenlosen Schlüsseln (DeepL API Free) können sie von denen der bezahlten Zugänge abweichen. Übersetzungen, die im Raum geteilt werden, gehen verschlüsselt an die Mitglieder. Für einen Raum lässt sich festlegen, dass seine Inhalte an keinen Übersetzungsdienst gehen; daran halten sich die Balane-Apps.
6. Mitteilungen auf iPhone, iPad und Android (optional)
Mitteilungen bei geschlossener App sind standardmäßig aus. Sie brauchen einen Weckdienst, dessen Adresse du in den Einstellungen einträgst; der Anbieter betreibt einen unter wecken.balane.tech. Schaltest du Mitteilungen ein, fragt das System nach deiner Erlaubnis, und die App meldet das Gerät beim Weckdienst an.
- Der Weckdienst speichert je Gerät: ein Push-Token von Apple (APNs) bzw. Google (Firebase Cloud Messaging), die Plattform, die Sprache, die Kennung der App, die Kennungen deiner Räume, einen Hash des Geräte-Geheimnisses und das Datum der letzten Anmeldung; je Raum einen Weckschlüssel. Keine Inhalte, keine Namen, keine Mitgliederlisten, keine IP-Adressen. Im Arbeitsspeicher hält er kurzzeitig IP-Adressen zur Begrenzung von Anfragen.
- Sendest du eine Nachricht, bittet die App den Weckdienst, die anderen Geräte des Raums zu wecken. Apple bzw. Google sehen dabei das Token, den Zeitpunkt, eine Raumkennung, einen Zähler und einen festen Text („Neue Nachricht“), aber weder Absender noch Inhalt.
- Unter Android nutzt die App Firebase nur, um das Token zu erhalten.
- Schaltest du Mitteilungen aus, meldet die App das Gerät ab. Ungültige Token entfernt der Dienst selbst, Anmeldungen ohne Erneuerung fallen nach 60 Tagen weg.
- Trägst du einen anderen Weckdienst ein, ist dessen Betreiber für die Verarbeitung verantwortlich.
Rechtsgrundlage für den Weckdienst des Anbieters ist die Bereitstellung der von dir eingeschalteten Funktion (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO). Auf dem Desktop gibt es keine Fern-Mitteilungen; die App gleicht beim Öffnen ab.
7. App-Sperre und Biometrie
Auf Wunsch schützt eine App-Sperre die App mit einem Code. Gespeichert wird davon nur ein Hash (PBKDF2 mit zufälligem Salz) im sicheren Speicher des Betriebssystems. Face ID, Touch ID, Windows Hello oder den Fingerabdruck prüft das System; biometrische Daten sieht die App nie, das System meldet nur, ob entsperrt wurde. Mit „Vorschauen ausblenden“ zeigt die App keine Inhalte in Mitteilungen und Vorschaubildern.
8. Bezug, Updates und Store-Daten
Die App wird über den App Store (Apple), Google Play (Google) und den Microsoft Store (Microsoft) vertrieben. Download, Installation und Updates laufen über den jeweiligen Store; die App prüft nicht selbst auf Updates. Die Store-Betreiber verarbeiten dabei Daten als eigenständig Verantwortliche nach ihren Bedingungen, ebenso Absturzberichte, wenn du deren Weitergabe in den Systemeinstellungen erlaubt hast. Der Anbieter sieht in den Konsolen der Stores zusammengefasste Statistiken (etwa Downloadzahlen) und die Absturzberichte, die du mit Entwicklern teilst; wer du bist, erfährt er daraus nicht.
9. Keine Analyse, keine Telemetrie
Die App enthält keine Analyse-, Tracking- oder Absturzberichts-Bibliotheken. Sie sendet keine Nutzungsdaten an den Anbieter, auch keine zusammengefassten, und es gibt kein Konto.
10. Deine Rechte
Über den Weckdienst des Anbieters verarbeitet der Anbieter die in Abschnitt 6 genannten Angaben. Dafür hast du die Rechte auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch sowie das Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde. Am einfachsten löschst du deine Anmeldung, indem du Mitteilungen ausschaltest; sonst genügt eine E-Mail an support@balane.tech. Darüber hinaus erhält der Anbieter über die App keine personenbezogenen Daten. Für Support-Anfragen per E-Mail oder Formular gilt die allgemeine Datenschutzerklärung dieser Website: https://www.balane.app/de/privacy
Deine lokalen Daten entfernst du, indem du die App deinstallierst. Einträge im sicheren Speicher des Betriebssystems können je nach System auch danach im Schlüsselbund bleiben.