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Eyyo

Schaut zurück, wenn du wegschaust.

Eyyo sitzt in der Menüleiste und merkt an deiner Webcam, wenn du dich vom Bildschirm wegdrehst, den Platz verlässt oder zum Handy greifst — und holt dich zurück: Ton, Vollbild-Overlay, gesprochene Ansage, und ab der zweiten Eskalationsstufe ein Live-Kamerabild von dir selbst. Fünf Tonlagen von „Chill“ bis „Military“, dazu ein Pomodoro-Timer, ein lokales Fokus-Journal und optional Focus-Lock, das markierte Ablenkungs-Apps sofort wieder ausblendet. Die Kamera wird ausschließlich lokal ausgewertet, Bilder werden nie gespeichert und nie übertragen; die einzige Netzwerkverbindung der App ist die Update-Prüfung, und die lässt sich abschalten. Erkennt mehrere Monitore: Eyyo lernt die Blickrichtungen, in denen du tatsächlich arbeitest, statt jede Kopfdrehung als Ablenkung zu werten. Ausdrücklich eine Demo — die Erkennung ist grob, sie liegt regelmäßig daneben, und sie ist für nichts gedacht, wo ein falsches Ergebnis Folgen hat.

Eyyo

Zuerst das Wichtigste: Eyyo ist eine Demo

Kein Produkt, kein Roadmap-Versprechen, kein Support-Vertrag. Eyyo ist ein Schaustück — gebaut, um zu zeigen, wie weit Aufmerksamkeitserkennung kommt, wenn sie komplett auf dem Gerät läuft und nichts nach Hause funkt.

Das heißt konkret: Die Erkennung ist grob und liegt regelmäßig daneben. Sie meldet sich, wenn sie nicht sollte, und schweigt, wenn sie sollte. Funktionen können sich ändern oder verschwinden, die Entwicklung kann jederzeit enden. Beim ersten Start musst du das ausdrücklich bestätigen, bevor die Kamera überhaupt angeht — kein Kleingedrucktes, ein Häkchen, an dem du nicht vorbeikommst.

Wenn du ein verlässliches Werkzeug brauchst, ist Eyyo nicht das Richtige.

Was passiert, wenn du wegschaust

Eyyo liegt in der Menüleiste. Du drückst „Start watching“, und ab da wertet es etwa sechsmal pro Sekunde ein niedrig aufgelöstes Kamerabild aus — lokal, mit Apples Vision-Framework. Es sucht drei Dinge: Ist ein Gesicht da? Wohin zeigt der Kopf ungefähr? Liegt etwas Handyähnliches im Bild?

Wird eine dieser Fragen falsch beantwortet, reagiert es. Und zwar eskalierend: erst ein Ton, dann ein Vollbild-Overlay über alle Bildschirme, dann eine gesprochene Ansage — und ab der zweiten Stufe ein kleines Live-Kamerabild von dir selbst, unten im Overlay. Das ist der unangenehmste Teil und genau so gemeint.

Kommst du zurück, beruhigt es sich wieder. Bleibst du zwanzig Sekunden konzentriert, fällt die Eskalationsstufe von allein.

Fünf Tonlagen

  • Chill — leise Stupser, kurzes Overlay.
  • Annoying — Töne und Pop-ups, der Normalfall.
  • Coworker — passiv-aggressive Kommentare. „Wie in meiner letzten Erinnerung …“
  • Goblin — laut, schnell, absurd.
  • Military — unangemessen laut. Du hast danach gefragt.

Alle Tonlagen sind frei; es gibt keine Bezahlversion, keine In-App-Käufe und keine Werbung.

Zwei Monitore verstehen

Der offensichtliche Ansatz — „Kopf gedreht heißt abgelenkt“ — scheitert an jedem Schreibtisch mit zweitem Bildschirm. Vierzig Grad zur Seite sieht aus wie Wegdrehen und ist doch Arbeit.

Eyyo löst das, indem es Blickrichtungen lernt statt eine einzige Nulllage zu halten. Sitzt dein Kopf ein paar Sekunden stabil in eine Richtung, während du tippst oder die Maus bewegst, wird diese Richtung als Arbeitsplatz akzeptiert — bis zu drei gleichzeitig. Richtungen, die du länger nicht benutzt, werden wieder vergessen.

Die Kopplung an echte Eingaben ist der ganze Trick. Reglos zur Seite starren, ohne etwas anzufassen, lernt keine neue Richtung an. Genau das unterscheidet den zweiten Monitor vom Handy im Schoß.

Handy im Bild

Das Handy ist das präzise Signal, das die Kopfhaltung nicht liefern kann. Eyyo erkennt es über Apples eingebauten Bildklassifizierer — kein mitgeliefertes ML-Modell, keine fremde KI, kein Netzwerk. Damit ein einzelnes Flackern nicht sofort losbrüllt, muss die Erkennung eine Sekunde durchhalten, und ein verlorenes Einzelbild legt das Handy nicht wieder weg.

Der Rest des Werkzeugkastens

  • Pomodoro — 25 Minuten Fokus, 5 Minuten Pause. In der Pause schweigt Eyyo vollständig.
  • Fokus-Journal — Tageszähler: Fokusminuten, Wegblicke, Handy-Griffe, App-Ausrutscher. Nur lokal, abschaltbar, mit einem Klick löschbar.
  • Ablenkungs-Apps — markiere Apps; kommt eine davon nach vorn, reagiert Eyyo. Mit Focus-Lock wird sie im selben Moment wieder ausgeblendet.
  • Website-Markierung — optional fragt Eyyo den aktiven Browser per macOS-Automation nach der URL des aktuellen Tabs, prüft sie lokal gegen deine Sperrliste und verwirft sie sofort.
  • Blickzonen — experimentell: Kalibrierung auf die Ecken jedes Bildschirms, danach zählt auch die Augenposition. Standardmäßig aus, weil es an einer Mac-Webcam wackelig ist.

Was mit den Kamerabildern passiert

Nichts. Jedes Bild wird im Arbeitsspeicher ausgewertet und im selben Moment verworfen. Keine Datei, kein Puffer, kein Upload. macOS lässt währenddessen das grüne Kameralicht brennen — das ist Absicht und dein Beweis, dass nichts versteckt läuft.

Die einzige Netzwerkverbindung der ganzen App ist die Update-Prüfung: Eyyo fragt bei balane.app, ob eine neuere Version existiert, und lädt sie von GitHub, wenn du zustimmst. Keine Konten, keine Kennungen, keine Nutzungsdaten. Abschaltbar in den Einstellungen — danach spricht Eyyo mit niemandem mehr.

Wofür du es nicht benutzen darfst

An dir selbst, auf deinem eigenen Rechner. Nicht, um andere Menschen zu beobachten — wenn jemand ins Sichtfeld geraten kann, brauchst du dessen Einwilligung. Nicht zur Mitarbeiterüberwachung: Leistungs- und Verhaltenskontrolle löst Mitbestimmung nach § 87 BetrVG und Pflichten nach DSGVO und § 26 BDSG aus, und Eyyo bringt dafür keinerlei Steuerung mit. Und nirgends, wo ein falsches Ergebnis Folgen hat — medizinisch, sicherheitsrelevant, am Steuer, an Maschinen, oder mit rechtlichen Konsequenzen.

Technisch

macOS 15 oder neuer, Apple Silicon und Intel. Swift und SwiftUI, Vision und AVFoundation für die Erkennung, Sparkle für Updates. Signiert mit Developer ID und von Apple notarisiert — kein Mac App Store, keine Umwege über Gatekeeper. Rund 3.500 Zeilen Swift; die Entscheidungslogik hängt an einer eingespeisten Uhr und ist deshalb ohne Kamera testbar.

Fragen & Antworten

Häufige Fragen.

Werden Bilder von mir gespeichert oder hochgeladen?

Nein. Jedes Kamerabild wird lokal auf deinem Mac ausgewertet und im selben Moment verworfen — nichts landet auf der Festplatte, nichts geht ins Netz. macOS zeigt währenddessen das grüne Kameralicht, das ist Absicht: es ist dein Beweis, dass nichts versteckt läuft. Die einzige Verbindung, die Eyyo aufbaut, ist die Update-Prüfung bei balane.app, und die kannst du in den Einstellungen abschalten.

Nervt Eyyo an einem Setup mit zwei Monitoren?

Am Anfang einmal, dann nicht mehr. Eyyo merkt sich die Blickrichtungen, in denen du wirklich arbeitest: Wenn dein Kopf ein paar Sekunden stabil zur Seite zeigt und du dabei tippst oder die Maus bewegst, wird diese Richtung als Arbeitsplatz gelernt und ab dann akzeptiert. Bis zu drei Richtungen gleichzeitig. Wer nur reglos zur Seite starrt, ohne etwas zu tun, lernt keine neue Richtung an — das ist der Unterschied zwischen zweitem Bildschirm und Handy im Schoß.

Kann ich Eyyo im Unternehmen einsetzen, um Mitarbeiter zu beobachten?

Nein. Die Lizenz erlaubt ausdrücklich nur den Einsatz an dir selbst. Verhaltens- und Leistungskontrolle löst in Deutschland Mitbestimmung nach § 87 BetrVG und Pflichten nach DSGVO und § 26 BDSG aus, und Eyyo bringt dafür keinerlei Steuerung mit. Wenn andere Menschen ins Sichtfeld der Kamera geraten können, brauchst du deren Einwilligung.

Warum steht überall „Demo“?

Weil es eine ist. Eyyo zeigt, was Aufmerksamkeitserkennung direkt auf dem Gerät leisten kann — es ist kein fertiges Produkt. Die Erkennung rät aus einem niedrig aufgelösten Kamerabild und liegt regelmäßig daneben, Funktionen können sich ändern oder verschwinden, und die Entwicklung kann jederzeit enden. Es wird kostenlos und „wie besehen“ überlassen; beim ersten Start musst du das ausdrücklich bestätigen, bevor die Kamera überhaupt angeht.

Tech-Stack

  • Swift
  • SwiftUI
  • Vision
  • AVFoundation
  • Sparkle

Plattformen

  • macOS

Tags

  • Demo
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  • On-Device