Balane Mind
Alles, was du je gedacht hast, in einem Raum.
Balane Mind ist eine private Notiz-App, durch die man sich bewegt. Was du schreibst, wird kein Eintrag in einer Liste, sondern ein Punkt in einem echten dreidimensionalen Raum — und der Raum ordnet sich danach, worüber du schreibst. Derselbe Bestand lässt sich fünf Mal anders anordnen: nach Themen, nach Zeit, nach Textnähe, nach den Verbindungen, die du selbst gezogen hast, und von Hand. Eine Notiz von heute darf von „Sommer 2018“ handeln oder von einem Zeitraum, der erst kommt; die App merkt sich beides, wann du geschrieben hast und wovon der Text spricht. Jede Änderung behält die vorige Fassung, also stehen eine Vermutung von 2020 und der Widerspruch von 2026 nebeneinander statt übereinander. Beim Schreiben schlägt die App Themen vor und sagt dazu, auf welchen Wörtern der Vorschlag ruht — Textnähe, keine Bedeutung, und abschaltbar. Ein Sprachmodell ist weder eingebaut noch angebunden: Die Ähnlichkeit rechnet die App auf dem Gerät aus den Wörtern selbst. Der Tresor liegt verschlüsselt auf dem Mac, der Schlüssel im Schlüsselbund, und es gibt kein Konto und keinen Server; wer will, legt ihn als eine Datei an einen Ort seiner Wahl, etwa in iCloud Drive, und ein zweites Gerät öffnet dieselbe Datei. Wer erst schauen will, öffnet den Beispielraum: erfundene Gedanken, die nichts speichern. Für macOS.

Ein Gedanke ist kein Listeneintrag
Notiz-Apps legen alles untereinander, und was untereinander liegt, wird nach Datum sortiert — also nach dem, was am wenigsten über einen Gedanken aussagt. Balane Mind legt ihn stattdessen in einen echten dreidimensionalen Raum. Du drehst ihn, kommst näher, gehst zurück. Je näher du kommst, desto mehr steht da: erst eine Farbe, dann eine Überschrift, dann der ganze Text. Und von allein bewegt sich nichts — der Raum ist still, bis du ihn anfasst.
Fünf Ordnungen, ein Bestand
Dieselben Notizen, fünf Mal anders aufgestellt. Nichts wird kopiert, nichts doppelt gepflegt.
- Themen — Was Wörter, Verbindungen und Themen teilt, liegt beieinander. Über den Themen schweben Bereiche wie „Leben“ oder „Beruf“; ein Thema in zwei Bereichen liegt zwischen beiden.
- Zeit — Eine Landschaft. Zeit von links nach rechts, Themen als Reihen in der Tiefe, Jahreslinien am Boden und „Heute“ als Glasebene mittendrin.
- Textnähe — Gruppen, die aus den Wörtern selbst entstehen, benannt nach dem, was sie gemeinsam haben.
- Verbindungen — Die Beziehungen, die du selbst gezogen hast. Nur die.
- Freier Raum — Deine eigene Aufstellung. Was du hinstellst, bleibt stehen, auch wenn der Bestand wächst.
Zeit, die nicht genau sein muss
Das Meiste, woran man sich erinnert, hat kein Datum. Eine Notiz von heute darf von „Sommer 2018“ handeln, und die App merkt sich beides: wann du geschrieben hast, und wovon der Text spricht. Zeiträume, offene Enden und Zukunft — „Januar bis Juni 2028“ — sind genauso gültig wie ein Tag im Kalender. Zwei Notizen aus verschiedenen Jahren können denselben Zeitraum meinen, und in der Zeitansicht stehen sie dann auch dort.
Was bleibt, wenn du etwas änderst
Jede Textänderung behält die vorige Fassung. Unter „Entwicklung“ steht, was du damals geschrieben hast, daneben, was du heute schreibst. Eine technische Vermutung von 2020, eine Ergänzung von 2024 und der Widerspruch von 2026 stehen nebeneinander statt übereinander — und du kannst die Beziehung selbst benennen: „ergänzt“, „sehe ich inzwischen anders“. Die App legt diese Bedeutung nie selbst fest.
Vorschläge, die sagen, worauf sie ruhen
Beim Schreiben schlägt die App Themen vor und schreibt die Begründung dazu: Passt vielleicht zu … · Gemeinsam: … Das sind die Wörter, auf denen der Vorschlag steht — du kannst ihn daran wiegen, statt ihm glauben zu müssen. Gesetzt wird nichts ohne deine Auswahl, Bestehendes wird beim Einfügen nicht verschoben, und wenn dich das Ganze stört, schaltest du es ab.
Kein Sprachmodell. Keins eingebaut, keins angebunden.
Die Ähnlichkeit rechnet die App selbst, auf deinem Mac, aus den Wörtern deiner Texte — klassische Verfahren, kein Modell, keine Anfrage nach draußen. Das ist ehrlicher, als es klingt: Was dabei herauskommt, ist Textnähe, nicht Bedeutung, und die App sagt das an jeder Stelle, an der sie einen Vorschlag macht. Eine App, die behauptet, deine Gedanken zu verstehen, müsste sie dafür irgendwohin schicken.
Auf dem Gerät
Der Tresor liegt verschlüsselt auf deinem Mac. Der Schlüssel liegt im Schlüsselbund, Touch ID öffnet ihn, und beim Anlegen bekommst du einen Wiederherstellungsschlüssel, den nur du hast — schreib ihn auf, er ist der einzige Weg zurück. Es gibt kein Konto, keine Anmeldung und keinen Server. Ohne Netz funktioniert alles, weil nichts davon je ein Netz gebraucht hat.
Erst ansehen, dann entscheiden
Du musst nichts anlegen, um zu sehen, wie es aussieht. Der Beispielraum ist ein erfundener Bestand mit erfundenen Gedanken — er speichert nichts, und er zeigt in drei Schritten, wie man sich darin bewegt: drehen, umsortieren, einen Gedanken lesen. Was du dort siehst, ist die App mit einer Sammlung, die schon eine Weile gewachsen ist. So sieht deine in einem Jahr aus.
Dazu
Bilder in Notizen. Personen, über die du schreibst. Ein Schreibraum, in dem nichts als der Text steht. Suche über alles auf diesem Gerät. Ein offenes Importformat, mit dem Notizen von außen hereinkommen — auch aus einem Stapel Dokumente, den dir jemand anderes vorsortiert hat; die App liest die Datei, behandelt alles außer Titel und Text als Vorschlag und schreibt nur, was du bestätigst. Eine Sicherung, die du selbst in der Hand hast. Deutsch und Englisch.
Eine Datei, die du hinlegst, wo du willst
Der Tresor muss nicht im privaten Ordner der App bleiben. Du kannst ihn als eine einzelne verschlüsselte Datei an einen Ort deiner Wahl legen — in iCloud Drive etwa, oder in einen Ordner, den irgendein anderer Dienst abgleicht. Beim Öffnen holt das Gerät, was dort neu ist, beim Sperren schreibt es zurück, und jedes Gerät, das deinen Wiederherstellungsschlüssel hat, öffnet dieselbe Datei. Gearbeitet wird weiter auf dem Gerät; die Datei ist der Ort, nicht der Dienst.
Dein Cloud-Dienst trägt dabei nur die Bytes. Lesen kann er sie nicht: Titel, Texte, Bilder und Zeitangaben sind verschlüsselt, bevor die Datei entsteht, und der Schlüssel steht nicht darin. Die eine Ausnahme benennt die App an der Stelle, an der man sie wählt — die Schutzstufe „Offen" ist ausdrücklich ungeschützt, damit die Datei weitergegeben werden kann.
Erste Fassung
Balane Mind ist neu. Das hier ist die erste Fassung, für den Mac, und sie macht, was auf dieser Seite steht. Der eingebaute Abgleich über OneDrive ist noch nicht freigeschaltet, und eine Fassung fürs iPhone gibt es noch nicht. Was es gibt: die Datei oben, und eine Sicherung, die mit deinem Wiederherstellungsschlüssel auch auf einem neuen Gerät wieder aufgeht.
Screenshots
Häufige Fragen.
Steckt da eine KI drin?
Nein, und es ist auch keine angebunden. Balane Mind vergleicht Wörter — welche Texte dieselben Wörter benutzen, gerechnet auf deinem Mac, aus deinen eigenen Notizen. Das ist Textnähe, nicht Bedeutung, und die App sagt das auch so: Zu jedem Vorschlag steht, auf welchen Wörtern er ruht. Nichts wird gesetzt, ohne dass du es auswählst, und die Vorschläge lassen sich ganz abschalten.
Wo liegen meine Notizen?
Auf deinem Mac, in einem verschlüsselten Tresor. Der Schlüssel liegt im Schlüsselbund, Touch ID öffnet ihn, und beim Anlegen bekommst du einen Wiederherstellungsschlüssel, den nur du hast. Es gibt kein Konto, keine Anmeldung und keinen Server, der etwas davon sieht. Ohne Netz funktioniert alles.
Kann ich es ansehen, ohne etwas anzulegen?
Ja. Der Beispielraum ist ein erfundener Bestand mit erfundenen Gedanken — er speichert nichts, und er zeigt in drei Schritten, wie man sich darin bewegt. Was du dort siehst, ist die App mit einer Sammlung, die schon eine Weile gewachsen ist. Erst danach entscheidest du, ob du einen eigenen Tresor anlegst.
Was kostet sie?
Die App selbst nichts, und dabei bleibt es: Balane Mind wird geladen, ohne dass etwas bezahlt wird. Später soll es einen bezahlten Teil in der App geben. Was er umfasst, steht noch nicht fest, und bevor es feststeht, behaupten wir hier nichts darüber — es steht auf dieser Seite, sobald es entschieden ist.
Kommen meine Notizen auf meine anderen Geräte?
Über eine Datei, ja. Der Tresor kann statt im privaten Ordner der App als eine einzelne verschlüsselte Datei an einem Ort deiner Wahl liegen — etwa in iCloud Drive. Beim Öffnen holt das Gerät, was dort neu ist, beim Sperren schreibt es zurück, und jedes Gerät mit deinem Wiederherstellungsschlüssel öffnet dieselbe Datei. Dein Cloud-Dienst trägt sie nur; der Inhalt ist für ihn unlesbar. Der eingebaute Abgleich über OneDrive ist in dieser Fassung noch nicht freigeschaltet, und eine Fassung fürs iPhone gibt es noch nicht: Die erste ist für den Mac.
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